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Befreiung für Grenzgänger

Infolge des Erwerbsortsprinzips ist grundsätzlich jeder Grenzgänger in der Schweiz krankenversicherungspflichtig. Diese Versicherungspflicht gilt auch für ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen im Ausland.

Grenzgänger aus Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich haben die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht in der Schweiz zu Gunsten ihrer Krankenversicherung im Wohnstaat befreien zu lassen (Optionsrecht). Wird vom Optionsrecht Gebrauch gemacht, gilt dieser Entscheid für die Dauer der ununterbrochenen Erwerbstätigkeit in der Schweiz.

Neuregelung ab 1. August 2017 (Optionsrecht bei Änderung der Familienverhältnisse)

Grenzgänger aus Deutschland, Österreich und Italien, die in der Schweiz gemäss KVG versichert sind, können bei neuen Familienmitgliedern durch Heirat oder Geburt auch später noch ein Gesuch um Befreiung von der Schweizer Krankenversicherungspflicht stellen. Das Gesuch muss innerhalb von drei Monaten nach Heirat oder Geburt eingereicht werden. Die Befreiung gilt rückwirkend ab dem jeweiligen Ereignis. Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) können sich Personen, die bereits von ihrem Optionsrecht Gebrauch gemacht haben, bei neuen Familienangehörigen nicht in der Schweiz nach KVG versichern lassen. Eine Aufhebung der Befreiung kann entsprechend nicht mehr beantragt werden.

Für Frankreich gilt: Eine Änderung der Familienverhältnisse hat kein neues Optionsrecht zur Folge.

Kein Wiederaufleben des Optionsrechts haben folgende Ereignisse:

Dem Befreiungsgesuch sind folgende Dokumente vorzulegen:

Die Zuständigkeit zur Prüfung des Gesuches liegt bei der Krankenkassenkontrollstelle der Thurgauer Gemeinde, in welcher der Arbeitgeber seinen Sitz hat.